
Grönland hat innerhalb Dänemarks einen besonderen Status.
Grönland ist in einem besonderen Autonomie-Status mit Dänemark verbunden. Seit dem 01. Mai 1979 hat die Insel Selbstverwaltung mit innerer Autonomie (hjemmestyreloven). Es hat ein eigenes Parlament (Landsting) und eine eigene Regierung (Hjemmestyre). Dieser steht der Premierminister vor.
Lange Zeit war dies Jonathan Motzfeldt. Er gilt als eine der wichtigsten Politiker des Landes. Grönland gilt als eigene Nation im dänischen Königreich. Dieser Sonderstatus ermöglichte dem Land in den letzten Jahren eine weitreichende Selbstverwaltung auf der einen Seite, und großzügige Unterstützung insbesondere finanzieller Art aus Dänemark. Grönland entsendet ähnlich wie die Färöer-Insel zwei Abgeordnete in das dänische Parlament, außerdem ist die Königin von Dänemark auch Staatsoberhaupt.
Trotzdem ist das Verhältnis zwischen Grönländern und Dänen nicht einfach. Wer den Roman und Film "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" kennt die Problematik vielleicht etwas. Es gibt besonderes in letzter Zeit mehr und mehr Stimmen, die für eine endgültige Unabhängigkeit der Insel von Dänemark eintreten. Seit 21. Juni 2009 wurde die Autonomie erweitert um die Bereiche Polizei und Justiz sowie der Küstenschutz. Der Status des Grönländischen wurde gestärkt, es ist nun Landessprache.
Bekannte Parteien sind Siumut, Inuit Ataqatigiit, Kattusseqatigiit und Atassut. Daneben gibt es die oft von den Dänen gewählte Partei der Demokraten. Seit 1985 ist Grönland nicht mehr Mitglied der EG. Es ist allerdings Mitglied im Nordischen Rat (Zusammenarbeit mit Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland, Island, Färöer, Aland-Inseln) und ist mit Island und den Färöern über den Westnordischen Rat verbunden.