
Fräulein Smillas Gespür für Schnee ist ein bekannter Roman und Film mit Julia Ormond.
Der Titel ist sowohl namensgebend für ein Buch (Roman) von Peter Høeg aus dem Jahre 1992 als auch für den Film von 1997. Regie führte Bille August. Peter Høeg ist ein bekannter dänischer Schriftsteller, der für dieses Buch u.a. 1995 mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde.
Sowohl Roman als auch Film haben dazu beigetragen, dass Grönland, seine Kultur und Geschichte in den letzten Jahren mehr und mehr ins Interesse der internationalen Wahrnehmung geraten ist.
Die Hauptrolle in der Verfilmung ging an die englische Schauspielerin Julia Ormond, die Smilla Jaspersen verkörpert. Smilla ist die Tochter einer grönländischen Inuit und eines dänischen Arztes. Ohne Beschäftigung lebt sie in dem ihr immer noch fremden Stadt Kopenhagen. Sie schließt Freundschaft mit einem grönländischen Jungen aus ihrem Wohnhaus. Als dieser vom Dach des Hauses stürzt und dabei umkommt, erkennt Smilla an den Spuren im Schnee, dass etwas nicht stimmt.
Sie nimmt private Recherchen vor und wird dabei von ihrem Nachbarn unterstützt. Es entsteht ein spannender Krimi, der später auf ein Schiff (Kapitän ist Mario Adorf) und dann nach Grönland führt. Dort befindet sich in einer Höhle ein Meteorit, der neben der Lieferung von Energie auch Parasiten wiederbelebt hat. Es stellt sich heraus, dass diese den grönländischen Jungen infiziert hatten. Dr. Tork hatte ihn verfolgt und wollte an eine Kassette gelangen, dabei stürzte der Junge dann vom Haus. Am Ende wird die Höhle vom Nachbarn gesprengt.
Sowohl Buch als auch Film haben viel Aufsehen erregt. Julia Ormond ist eine gute Besetzung und macht den Film neben den vielen Spannungseffekten sehenswert. Im Buch selbst wird noch stärker als im Film auf das mitunter problematische Verhältnis zwischen Grönland und der ehemaligen Kolonialmacht Dänemark eingegangen.